Clip (englisch): “If Boys are in trouble, so are we all.” – Schulische Benachteiligungen

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Auf A Voice for Male Students – Educational Equity for Men and Boys findet sich dieser Videoclip:


Es ist erschreckend, dass viele Probleme für Jungen und Männer internationale Probleme sind.  Jungs werden in diesem Clip als das bezeichnet, als was sie zunächst im Kindergarten und dann in der Schule angesehen werden:

Sie werden als

“defective girls” (‘fehlerbehaftete Mädchen’)

angesehen. Das Verhalten von Jungs wird mit dem “goldenen Verhalten” von Mädchen verglichen. Natürliches männliche Verhalten wird gegenüber dem Verhalten von Mädchen herabgesetzt. Dinge, die uns gesellschaftlich weitergebracht haben – z. B. männliches Konkurrenzverhalten – wird als negativ gewertet und Jungs werden für ihr natürliches Verhalten bestraft. Kurz: Männlichkeit wird bestraft.

Der Clip hält sich allerdings zum Glück nicht lange mit diesen Fakten auf, da sie ja schon seit langem bekannt sind. Diese Fakten interessieren nur keinen, weil sie sich auf das vernachlässigte Geschlecht mit dem Y-Chromosom beziehen. Es ist wichtiger, etwas für 200 Frauen zu tun, die besser qualifizierten Männern die Stelle aufgrund ihres Geschlechts streitig machen, als etwas für die Bildung der Jungs zu tun. Durch eine schlechtere Schulbildung der Jungs entledigt man sich direkt späterer Konkurrenz.

Der Clip gibt dann auch noch Tips, wie man Defizite der öffentlichen Schulbildung selbst ausgleichen kann und merkt an, dass wir unsere Klassenräume wieder “jungsfreundlicher” gestalten müssen:

Jungs müssen mehr lesen. In der Schule bekommen sie nicht das an Lesestoff, der Jungs interessiert. Gebt Ihnen Bücher über Themen, die sie interessieren. Das können bzw. sollten auch gerade Bücher sein, die nicht der aktuellen politisch korrekten Sichtweise von “Liebe und Frieden und alle sind ja ach-so-gleich” entsprechen. Es sollen ruhig Bücher über aggressive Piraten, über Schlachten und Konkurrenzverhalten im allgemeinen sein. Die Bücher müssen Jungs interessieren. Jungs interessieren sich halt zumeinst nicht für Blümchen und Schmetterlinge.

“Boys will read if given materials that interest them” – Jungs lesen, wenn Ihnen Lesestoff gegeben wird, der sie interessiert.

Eine “Jungenliste” gibt es z. B. hier von MANNdat oder hier. Muss man halt einfach mal danach suchen oder besser: Man geht mit in eine Buchhandlung oder eine Bibliothek.

Viele Dinge, die als Material in der Schule zu lesen angeboten werden, richten sich mittlerweile eher an den bevorzugten Themen von Mädchen aus. Die Interessen der Mädchen liegen ja auch näher an den Interessen der Lehrkräfte – sie sind zumeist Frauen. Die Nähe der Lehrerinnen zu den Mädchen ist ein generelles Problem. Viele Dinge geschehen wahrscheinlich auch nicht absichtlich, aber sie geschehen. Die Verleugnung der Geschlechterunterschiede tut sein Übriges.

Wenn Jungs in der Schule ständig in ihren Interessen und Wünschen eingeschränkt und kritisiert werden – wie groß soll denn dann noch ihr Interesse an der Schule sein?

Das alles wird auch dadurch vorangetrieben, dass Jungs viel öfter für ihr typisches Verhalten bestraft werden als Mädchen für ihr Verhalten. Männliches Verhalten wird bestraft.
Während Mobbing und dergleichen akzeptiert und toleriert wird, werden die “Spaßkämpfchen” und “Rangeleien” von Jungs rigoros bestraft. Ich kenne einen Jungen, für den die Aussage: “Mädchen dürfen halt viel mehr als wir Jungs!” völlig normal ist. Eine solche Aussage ist Alltag für ihn. Ein Schuljunge erlebt schon Diskriminierung, ihm wird aber eingetrichtert, dass Mädchen zum diskriminierten Geschlecht gehören. Ein weiterer Punkt, warum Jungs keine Lust mehr auf Schule haben.

Das alles wird zudem erschwert, weil viele Kinder heutzutage den ganzen Tag in der Schule und im Hort (der Nachmittagsbetreuung) sind und dort ihre persönlichen Vorlieben in Spiel und Freizeitgestaltung nicht ausleben können. Kinder benötigen Freiraum, um sich gesund durch eigene Erfahrungen entwickeln zu können. Sind Jungs den ganzen Tag in einer weiblich orientierten Umgebungg, können sie sich nicht gesund, wie es ihrem Geschlecht entspricht, entwickeln.

Eine grundsätzliche Forderung des Clips ist es dann, dass wir die jungsfeindlichen Trends der schulischen Erziehung endlich wieder umkehren müssen. Die Schule muss wieder ein Platz werden, in dem sich auch Jungs wohlfühlen.

Der Clip schließt mit den Worten:

If boys are in trouble so are we all. – Wenn Jungs in Schwierigkeiten stecken, tun wir es alle.

Es ist schon sehr erstaunlich, wie sehr sich die Probleme hier und in anderen Ländern gleichen. Die feministische Gesellschaftsentwicklung ist international gut aufgestellt. Die schulische Benachteiligung von Jungs ist nur ein Feld auf dem der Feminismus tätig ist.

Meine Übersetzungen sind z. T. nicht wörtlich, sondern sinngemäß.

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